Für die nächsten 130 Jahre

Die Immanuelkirche wird saniert – und Sie können dabei sein. Dieses Wahrzeichen unseres Stadtteills  soll noch lange stehen. Für alle, die hier getauft wurden, aufgewachsen sind, geheiratet haben, Kinder großgezogen haben. Und für alle, die noch kommen.

Was ist die Immanuelkirche?

Ein Wahrzeichen des Prenzlauer Berges

Seit 1893 steht sie an der Prenzlauer Allee: die Immanuelkirche. Damals noch auf freiem Feld, als dringend benötigtes neues Gotteshaus für den rapide wachsenden Stadtteil. Nach wie vor ist der 68 Meter hohe Turm ein schon von weitem sichtbares Wahrzeichen unseres Stadtteils.

Wer von außen vorbeigeht, sieht ein imposantes neoromanisches Bauwerk – reich verziert mit Terrakottafiguren, mit vier Evangelistenstatuen und Glasmosaiken in den Portalen.

Wer hineingeht, erlebt eine ein vollständig erhaltenes Gründerzeit-Gesamtkunstwerk, das in Berlin einmalig ist. Der Innenraum ist reich geschmückt mit Ornamenten, Friesen, Medaillons und Figuren. Die Ausmalung wurde unter Leitung des Hofmalers Adolf Quensen geschaffen, der auch die Gedächntniskirche gestalte hatte.

Dieses Erbe zu bewahren – das ist der Kern unserer Sanierung.

Die Immanuelkirche ist aber mehr als ein Baudenkmal. Im geteilten Berlin war sie für die Menschen im Prenzlauer Berg ein besonderer Ort – in einem Alltag, der von außen bestimmt wurde. Die Immanuelkirche unterhielt einen der wenigen christlichen Kinderhorte. Hier wurden Kinder getauft und konfirmiert, Familien gegründet und Verstorbene begleitet. Viele, die heute im Prenzlauer Berg leben, sind mit der Immanuelkirche groß geworden.

Die Immanuelkirche gehört untrennbar zur Identität des Stadtteils. Auch darum wollen wir dieses Gebäude für die nächsten Generationen erhalten.

Warum ist die Sanierung nötig?

Die Jahrzehnte haben ihre Spuren hinterlassen

Wasser ist der größte Feind alter Gebäude. Jahrzehntelang hat es sich durch undichte Stellen im Dach und beschädigte Fugen seinen Weg ins Innere gebahnt. Die Folgen sind heute überall sichtbar: Putz bröckelt, Farbe blättert ab, die ornamentalen Malereien sanden langsam aus. Birken haben sich in den Mauerfugen festgesetzt und sprengen von innen den Stein.

Die Elektroanlagen wurden seit der Erbauungszeit im Wesentlichen nicht erneuert. Das gesamte System entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und muss vollständig ersetzt werden. Auch die Bodenbeläge sind in Teilen schadhaft, die Einfriedungen zeigen Frostschäden.

Immer wieder wurden in den vergangenen Jahrzehnten einzelne Teilbereiche repariert – doch eine grundlegende Gesamtsanierung war bisher nicht möglich. Jetzt ist es so weit.

Ein großes Projekt in zwei Schritten

Die Gesamtsanierung umfasst das Kirchengebäude, das Gemeindehaus und die Außenanlagen. Sie ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt, die nacheinander realisiert werden.


Erster Bauabschnitt (2026–2027): Finanzierung gesichert

Im ersten Schritt sanieren wir die Außenhülle der Kirche: das Dach, die Fassade, die Portale und die Fenster. Gleichzeitig werden die Sanitäranlagen im Inneren erneuert und die veraltete Elektro-Hauptverteilung ersetzt. Die Finanzierung dieses ersten Bauabschnitts über rund 4,98 Millionen Euro ist gesichert – die Arbeiten haben begonnen.

  • Das gesamte Kirchenschiff bekommt ein neues Dach – wir legen neue Schieferplatten auf und erneuern die Dachkonstruktion dort, wo sie beschädigt ist.
  • Risse und Fehlstellen in der Klinkerfassade werden geschlossen, Birken und anderer Bewuchs aus den Fugen entfernt.
  • Die wertvollen Bleiglasfenster werden restauriert, zugesetzte Fensteröffnungen wieder geöffnet.
  • Die großen Eingangsportale mit ihren Terrakottafiguren und Glasmosaiken werden instandgesetzt – und bekommen eine barrierefreie Rampe.
  • Im Inneren: Erneuerung der Sanitäranlagen, Ersatz der veralteten Elektroverteileranlage, erste restauratorische Untersuchungen für die spätere Innenraumsanierung.

Zweiter Bauabschnitt (2027–2032): Finanzierung noch nicht vollständig gesichert

Der zweite Schritt ist der größere: Hier geht es um den Innenraum der Kirche – die Ausmalung, die Böden, die Wände und Decken. Hinzu kommen die Sanierung des Gemeindehauses mit dem Gemeindesaal und die Neugestaltung der Außenanlagen.

Für diesen Bauabschnitt mit einem Gesamtvolumen von rund 8,71 Millionen Euro fehlen noch 4,35 Millionen Euro. Genau hier brauchen wir Ihre Unterstützung – damit das Herzstück der Kirche, ihre einzigartige Innenausmalung, erhalten bleibt.

  • Behutsame Restaurierung der gesamten Wandmalereien und Ornamentdecken unter fachkundiger restauratorischer Begleitung.
  • Erneuerung der Böden im Kirchenschiff.
  • Vollständige Erneuerung der Elektroinstallation.
  • Sanierung und Modernisierung des Gemeindehauses mit Gemeindesaal, Vestibül und Sanitäranlagen.
  • Neuordnung der Außenanlagen – barrierefrei, mit neuem Belag und neuen Pflanzen.

Machen Sie mit?

Zusammen können wir unser gemeinsames Erbe erhalten.

Die Immanuelkirche gehört zu diesem Stadtteil – als Baudenkmal, als Gemeindeort und als Teil der Lebensgeschichte vieler Menschen. Ob Sie hier getauft wurden, Ihre Kinder in den Hort gebracht haben oder einfach den Turm von Ihrem Fenster aus sehen: Diese Kirche ist auch Ihr Ort. Helfen Sie uns, sie für die nächsten Generationen zu erhalten.

Der erste Bauabschnitt – Dach, Fassade und Portale – läuft. Aber das Herzstück steht noch aus: die Restaurierung der einzigartigen Innenausmalung, die seit über 130 Jahren Wände und Decken bedeckt. Für diesen zweiten Schritt fehlen noch 4,35 Millionen Euro. Der Bund hat eine Förderung in Aussicht gestellt – aber nur, wenn wir die fehlenden Mittel einwerben. Jede Spende zählt.

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Wir stellen Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Kontoverbindung

Ev. KKV Berlin Mitte-Nord

IBAN: DE95 1005 0000 4955 1921 28

Verwendungszweck: Immanuel Sanierung Immanuelkirche

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